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Abwarten und Tee trinken

Und ich sitze wieder hier. Ich warte und trinke einen Schluck Tee. Und ich warte und trinke einen Schluck Tee. Schwarzen Tee. Mit Milch. Ich sitze hier und warte bis andere über mein Leben entscheiden. Ich sitze hier und warte auf eine gute Nachricht. Ich habe gekämpft. Die ganzen letzten Monate, das ganze letzte Jahr und doch sitze ich wieder hier und warte. Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr warten, ich will nicht mehr sitzen und ich will auch eigentlich keinen Tee mehr trinken. Ich will eine gute Nachricht hören. Ein „Ja“, ein „Es hat geklappt“. Kein „Da kann ich jetzt keine klare Aussage drübermachen, schreiben sie mir eine E-Mail und ich melde mich dann so schnell ich kann“. Es ist soviel. Soviel Warten, soviel Sitzen und soviel Tee. Der Gedanke, dass es vielleicht nicht sein soll, dass dieser Weg anscheinend wohl nicht der richtige ist, steht dem Gedanken gegenüber, dass die richtigen Wege meistens auch nicht einfachsten sind. Klar, kann man sich umdrehen und sich anschauen, was man schon alles erreicht und geschafft hat, aber spätestens wenn man sich um 360° dreht und sieht, was da noch so alles vor einem liegt, ist der Zauber auch vorbei. Ich wäre gerne die Starke und die Kämpferin, die ich schon so oft im Leben war, aber gerade jetzt in diesem Moment mit dieser Tasse Tee ist es einfach soviel.

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