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Lebensstürme

Ein Windwirbel zieht auf und das Boot schwankt hin und her. Die Wellen werden immer größer und zerren an dem kleinen Boot. Langsam bekommen es
die Jünger:innen mit der Angst zu tun.
Und Jesus?
Der schläft seelenruhig hinten im Boot, als ob nichts passiert. Vollkommen unverständlich oder? Ich könnte bei so einem Seegang wahrscheinlich nicht schlafen. Ich hätte wahrscheinlich Todesangst wie die Jünger:innen.
Angst…ein ständiger Begleiter in unserem Leben, egal ob es einfach nur ein Unbehagen wegen der riesigen Spinne an der Wand ist, oder wir tatsächlich um Leib und Leben fürchten müssen.
Und Jesus?
Der steht vermeintlich immernoch tiefenentspannt auf und die Wellen legen sich sofort. Naja, wenn Gottes Sohn nicht in der Lage wäre die Gewässer der Erde zu beherrschen, dann wäre das aber auch komisch, oder?
Aber geht es in dieser Geschichte bloß darum Gottes Macht auf Erden zu beweisen. Nur darum, den Jünger:innen zu beweisen, dass er wirklich Gottes Sohn ist und alle Vollmachten hat?
Oder könnte es sein, dass Jesus auch aus anderen Gründen keine Angst hat?
Wovor soll sich ein Mensch fürchten, der geboren ist um alle Fehler der
Menschen auf sich zu nehmen? Wovor soll sich ein Mensch fürchten, der selbst den Tod besiegt hat und auferstanden ist? Im 2. Timotheusbrief heißt es :
„Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“
Wir, Menschen, werden immer Angst haben. Das ist auch gut so, denn Angst beschützt uns auch oft davor ziemlich dumme Sachen zu machen. Aber vielleicht ist es auch hin und wieder gut tiefenentspannt zu bleiben und den ein
oder anderen Sturm zu verschlafen.

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