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Unendlichkeit

Wir sitzen im Strandkorb und genießen den Regen. Das Prasseln auf dem Dach. Wir ziehen das Sonnendach herunter, damit wir nicht völlig nass werden. Meinen gelben Regenmantel als Decke und den Blick aufs Meer gerichtet. Am Horizont leuchten die Kutter und Norderney. Das sind Momente, in denen sich das Leben unendlich anfühlt und man sich ganz ruhig und gelassen zurücklehnen kann. Da sind keine Sterne am Himmel, sondern nur dicke schwarze Wolken. Ich zünde mir noch eine Zigarette an. Du sagst, dass du müde bist, aber der Regen hört noch immer nicht auf. „Total untypisch für die Nordsee.“, sagst du. Meine Füße werden immer wieder von Regentropfen geküsst. Große schwere Tropfen, die meine Zehen treffen. Viel schöner kann ein Urlaub an der Nordsee doch nicht beginnen oder? Doch dann blitzt es. War das nur ein Kamerablitz oder ein Gewitter? Kein Donner folgt. Als der Regen fast aufhört, treten wir den Heimweg an. Du in meinem gelben Regenmantel und ich mit FlipFlops. Ich laufe durch jede Pfütze. Das Wasser ist warm durch den aufgeheizten Boden. Kindheitserinnerungen und tiefste Entspannung. Genauso muss Urlaub sein.

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