img_0135

Angedacht #2

Die wohl am häufigsten gestellte Frage an eine schwangere Frau ist : „Wird es ein Junge oder ein Mädchen?“ Viele schmeißen sogar eine Party, bei der das Geschlecht des Kindes verraten wird. Vielen Kindern ist ihr Geschlecht aber völlig egal. Sie spielen  mit dem Werkzeugkasten oder der Puppe, wie sie Lust haben. Es macht keinen Unterschied, ob ein Junge in der Karnevalszeit als Prinzessin verkleidet ist, oder ein Mädchen als Cowboy. Wenn man dann aber in die Pubertät kommt und die Unterschiede sichtbar werden, dann wird die Bedeutung des Geschlechts umso größer. Das Geschlecht lässt sich ja glücklicherweise direkt an den äußerlichen Merkmalen erkennen. Aber was wenn diese Zuordnung nicht passt? Am 25.Mai diesen Jahres beschloss die Weltgesundheitsorganisation WHO, dass diese Menschen nicht mehr als psychisch krank gelten und auch Deutschland strebt eine Reform des Transsexuellengesetzes an. Doch leider bringt der erste Entwurf dieser Reform keine wirkliche Vereinfachung mit sich. Wer seinen Geschlechtseintrag ändern möchte, muss zunächst zwei Gutachter überzeugen. Und auch die geehlichten Menschen sollen laut dem neuen Gesetzesentwurf bei dem Verfahren aussagen. Die Änderung des Personenstandes schadet niemandem, sondern erleichtert das Leben vieler transsexueller Menschen. Ob es in der Bibel nun Stellen gibt, die für oder gegen Transsexualität sprechen ist für mich zweitrangig, denn im Markusevangelium nennt Jesus die beiden höchsten Gebote: Du sollst Gott voll und ganz lieben und du sollst jeden Menschen um dich herum lieben, wie dich selbst. Ich wünsche mir, dass das endgültige Gesetz menschenfreundlicher wird, damit jeder Mensch selbst die Entscheidung treffen kann, welchem Geschlecht man sich zuordnet. Das stellt sicher, dass jeder Mensch sich selber lieben kann, egal mit welchem Geschlecht.

Kommentar verfassen